Agrar · Drohnenscan
Wildschaden-Erkennung
Drohnenaufnahmen unterstützen die georeferenzierte Dokumentation sichtbarer Wildschäden in landwirtschaftlichen Kulturen. Betroffene Bereiche können auf Karten dargestellt, räumlich abgegrenzt und für die weitere fachliche Beurteilung aufbereitet werden.
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Ausgangslage und Einsatzbereich
Wildschäden in Mais, Soja, Getreide und anderen Kulturen sind vom Boden aus häufig nur teilweise überblickbar. Besonders bei großen oder schwer begehbaren Schlägen kann es schwierig sein, Lage und Ausdehnung sichtbarer Schadbereiche nachvollziehbar zu dokumentieren. Eine Drohnenbefliegung liefert einen räumlichen Überblick über den Zustand der Fläche zum Aufnahmezeitpunkt. Die Ergebnisse können landwirtschaftliche Betriebe, Jagdausübungsberechtigte, sachverständige Personen oder Versicherungen bei der weiteren Beurteilung unterstützen. Welche Schäden aus der Luft erkennbar sind, hängt insbesondere von Kultur, Entwicklungsstadium, Bestandesdichte, Schadensbild, Beleuchtung und Bodenauflösung ab.
Technologie und Vorgehensweise
Aus hochauflösenden RGB-Aufnahmen wird ein georeferenziertes Orthofoto der Fläche erstellt. Abhängig von Kultur und Fragestellung können zusätzlich multispektrale Daten oder photogrammetrische Oberflächenmodelle verwendet werden. Sichtbare Schadmerkmale können beispielsweise sein:
- niedergetretene oder fehlende Pflanzen,
- Fraß- und Wühlstellen,
- Bestandeslücken,
- veränderte Bestandeshöhen,
- Fahr- oder Wechselspuren,
- räumlich zusammenhängende Schadbereiche.
Die erkennbaren Bereiche werden abhängig von Datenqualität und Schadensbild automatisch, halbautomatisch oder manuell abgegrenzt. Anschließend werden die Ergebnisse fachlich kontrolliert und als Karten, Flächenpolygone oder Berichte aufbereitet. Die Bildauswertung kann sichtbare Schäden dokumentieren. Sie stellt jedoch nicht automatisch fest, durch welche Wildart oder welches andere Ereignis ein Schaden verursacht wurde.
Ergebnisse und Daten
Je nach Projekt können unter anderem folgende Ergebnisse bereitgestellt werden:
- georeferenziertes Orthofoto der betroffenen Fläche,
- Karte der erkennbaren Schadbereiche,
- Flächenangaben zu abgegrenzten Schadstellen,
- fotografische Dokumentation mit Aufnahmedatum,
- GIS-Daten für die weitere Bearbeitung,
- PDF-Bericht mit Karten und Übersichtsbildern,
- Vergleich mehrerer Aufnahmezeitpunkte,
- Datenübergabe für GIS- oder Farmmanagement-Systeme.
Bodenauflösung, Koordinatensystem, Auswertungsmethode und erkennbare Einschränkungen werden projektbezogen dokumentiert.
Umsetzung in der Praxis
Vor der Befliegung stimmen wir Flächengrenze, Kultur, Entwicklungsstadium, vermuteten Schadenszeitraum und gewünschte Ergebnisse ab. Anschließend wird die Fläche mit einer auf die Aufgabenstellung abgestimmten Bodenauflösung erfasst und als georeferenziertes Orthofoto aufbereitet.
Sichtbare Schadbereiche werden abhängig von Kultur, Datenqualität und Schadensbild automatisch, halbautomatisch oder manuell abgegrenzt. Die Auswertung wird anschließend kontrolliert und als Karte, Flächenangabe, GIS-Datensatz oder Bericht bereitgestellt. Wo die Schadensursache aus den Luftbildern nicht eindeutig hervorgeht, sollte die Dokumentation durch eine Kontrolle vor Ort ergänzt werden.
Besonders bei größeren oder schwer begehbaren Schlägen ermöglichen Drohnenaufnahmen einen räumlichen Überblick über die sichtbaren Schadbereiche. Die Ergebnisse dokumentieren den Zustand zum Aufnahmezeitpunkt und unterstützen die weitere fachliche Beurteilung. Sie stellen jedoch kein Gutachten über Schadensursache, Ertragsverlust oder Ersatzhöhe dar und ersetzen keine nach dem jeweiligen Landesrecht erforderlichen Meldungen, Fristen oder Verfahren.
Ihre Vorteile
Ihre Vorteile auf einen Blick
- räumlicher Überblick über sichtbare Schadbereiche
- georeferenzierte Dokumentation des Zustands zum Aufnahmezeitpunkt
- Flächenangaben zu kartierten Schadstellen
- Übersicht auch bei großen oder schwer begehbaren Schlägen
- Karten, Bilder und GIS-Daten für die weitere Abstimmung
- Vergleich mehrerer Aufnahmezeitpunkte
- nachvollziehbare Dokumentation von Auswertungsmethode und Einschränkungen
- projektbezogene Ausgabe als Karte, Datensatz oder Bericht
Nächster Schritt
Wildschaden dokumentieren lassen
Übermitteln Sie uns nach Möglichkeit die Flächengrenze, die betroffene Kultur, den vermuteten Schadenszeitraum und das gewünschte Ausgabeformat. Wir prüfen, welche Aufnahme- und Auswertungsmethode für die Fläche geeignet ist.





