Schulung & Training
Datentraining
Aus Luftbildern und Sensordaten entstehen erst durch einen abgestimmten Verarbeitungsworkflow verwendbare Orthofotos, Punktwolken, 3D-Modelle, Höhenmodelle oder Auswertungen. Unser Datentraining vermittelt praxisbezogene Kenntnisse für die Verarbeitung, Qualitätskontrolle und nachvollziehbare Interpretation von Drohnendaten. Inhalte und Übungen werden an den Kenntnisstand, die verwendete Software und den vorgesehenen Anwendungsbereich angepasst.
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Ausgangslage und Einsatzbereich
Drohnendaten werden unter anderem in Land- und Forstwirtschaft, Bauwesen, Bestandsdokumentation, Inspektion, Forschung und Geodatenanalyse eingesetzt.
Die Qualität der Ergebnisse hängt nicht nur von der verwendeten Software ab. Bereits bei Flugplanung und Datenerfassung werden wesentliche Voraussetzungen für die spätere Verarbeitung festgelegt.
Das Training kann deshalb den gesamten vereinbarten Arbeitsablauf einbeziehen:
- Definition des gewünschten Ergebnisses
- Flugplanung und Aufnahmekonzept
- Datenorganisation und Datensicherung
- photogrammetrische Verarbeitung
- Einbindung von Positions- und Referenzdaten
- Qualitätskontrolle
- fachliche Einordnung der Ergebnisse
- Export und Weiterverarbeitung
- Dokumentation der verwendeten Einstellungen
Vor Beginn legen wir fest, welche Themen behandelt werden und welche Ergebnisse im Rahmen der verfügbaren Trainingszeit erarbeitet werden sollen.
Inhalte des Datentrainings
Je nach Schwerpunkt können unter anderem folgende Inhalte behandelt werden:
- Organisation von Bild-, GNSS- und Sensordaten
- Projektaufbau und Wahl geeigneter Verarbeitungseinstellungen
- Kameraausrichtung und Verknüpfungspunkte
- Verwendung von RTK-Daten, Pass- und Kontrollpunkten
- Erstellung von Punktwolken
- digitale Oberflächen- und Geländemodelle
- Orthofotos und georeferenzierte Rasterdaten
- texturierte 3D-Modelle
- Koordinaten- und Höhensysteme
- GIS-gestützte Weiterverarbeitung
- Volumen-, Flächen- und Höhenanalysen
- Grundlagen multispektraler Daten
- Vegetationsindizes und Masken
- Datenexport und Austauschformate
- Erkennen typischer Verarbeitungsfehler
Die konkrete Themenauswahl richtet sich nach Lernziel, Vorkenntnissen, Software, Datenmaterial und verfügbarer Trainingsdauer.
Qualität und Ergebnisse richtig einordnen
Ein optisch ansprechendes Modell ist nicht automatisch geometrisch richtig. Im Training wird daher nicht nur die Bedienung der Software behandelt, sondern auch die Prüfung der Ergebnisqualität.
Dabei können beispielsweise folgende Fragen bearbeitet werden:
- Sind Kamerapositionen und Bildverbände plausibel?
- Gibt es Verformungen, Versätze oder unvollständige Bereiche?
- Wurden Koordinaten- und Höhensysteme richtig zugeordnet?
- Welche Genauigkeit ist für die jeweilige Anwendung erforderlich?
- Wie werden Pass- und Kontrollpunkte getrennt verwendet?
- Welche Bereiche weisen eine geringe Punktdichte oder unsichere Geometrie auf?
- Welche Messungen lassen die vorhandenen Daten tatsächlich zu?
- Welche Verarbeitungsschritte und Einstellungen müssen dokumentiert werden?
Fachlicher Hinweis: Die Genauigkeit und Verwendbarkeit der Ergebnisse hängen unter anderem von Sensor, Aufnahmeabstand, Bodenauflösung, Bildüberdeckung, Perspektive, Beleuchtung, Bewegung, Oberflächenstruktur, Positionsdaten, Referenzpunkten und Verarbeitungseinstellungen ab.
Das Training kann keine bestimmte Ergebnisgenauigkeit für zukünftige Projekte garantieren. Genauigkeitsangaben müssen jeweils anhand des konkreten Projekts und geeigneter unabhängiger Kontrollinformationen geprüft werden.
Multispektrale Aufnahmen und Vegetationsindizes zeigen spektrale Unterschiede. Sie sind für sich allein kein eindeutiger Nachweis für Pflanzenkrankheiten, Nährstoffmangel, Trockenstress oder eine bestimmte erforderliche Maßnahme. Dafür können zusätzliche fachliche Informationen und Untersuchungen erforderlich sein.
Umsetzung in der Praxis
Das Training kann online, vor Ort oder als Kombination aus Theorie und praktischen Übungen durchgeführt werden.
Je nach Vereinbarung arbeiten die Teilnehmenden mit:
- bereitgestellten Übungsdaten
- Daten aus abgeschlossenen Beispielprojekten
- eigenen Drohnenaufnahmen
- einem gemeinsam vorbereiteten Trainingsprojekt
Wenn eigene Daten verwendet werden, prüfen wir vorab Datenumfang, Format, Softwarekompatibilität und erforderliche Rechnerleistung. Bei vertraulichen, personenbezogenen oder geschäftlich sensiblen Daten werden Übermittlung, Zugriff, Verwendung und Aufbewahrung vor dem Training abgestimmt.
Die Teilnehmenden sollten über gültige Lizenzen für die verwendete Software verfügen. Sofern nicht ausdrücklich anders angegeben, handelt es sich um eine unabhängige Anwenderschulung und nicht um eine vom jeweiligen Softwarehersteller zertifizierte Schulung.
Ergebnisse und Schulungsunterlagen
Abhängig vom vereinbarten Umfang können folgende Inhalte bereitgestellt beziehungsweise gemeinsam erarbeitet werden:
- abgestimmter Beispielworkflow
- Übungsdaten und Beispielprojekte
- Checklisten für Datenimport und Verarbeitung
- Hinweise zur Qualitätskontrolle
- dokumentierte Verarbeitungsschritte
- geeignete Exportformate
- Beispiele für typische Fehlerbilder
- Empfehlungen für den weiteren Übungsbedarf
Der konkrete Lernerfolg hängt unter anderem von Vorkenntnissen, Trainingsdauer, technischer Ausstattung und eigener Übung ab. Die Teilnahme an einem Datentraining ersetzt keine gesetzlich vorgeschriebene Qualifikation und begründet keine Befugnis für rechtlich vorbehaltene Vermessungs-, Gutachter- oder Planungsleistungen.
Zielgruppen
Das Datentraining richtet sich insbesondere an:
- Unternehmen mit eigenen Drohnen- oder Geodaten
- Planungs- und Ingenieurbüros
- land- und forstwirtschaftliche Betriebe
- Forschungseinrichtungen
- Gemeinden und öffentliche Stellen
- Projektverantwortliche
- Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in GIS- und Datenabteilungen
- Personen, die einen eigenen Verarbeitungsworkflow aufbauen möchten
Ihre Vorteile
Ihre Vorteile auf einen Blick
- Inhalte werden auf Kenntnisstand und Lernziel abgestimmt
- Übungen orientieren sich an typischen Arbeitsabläufen
- Datenerfassung und Verarbeitung werden gemeinsam betrachtet
- Qualitätskontrolle ist Bestandteil des Trainings
- Aussagekraft und Grenzen der Ergebnisse werden behandelt
- Eigene Software und Projektdaten können einbezogen werden
- Verarbeitungsschritte werden nachvollziehbar dokumentiert
Nächster Schritt
Datentraining anfragen
Senden Sie uns Informationen zu Ihren Vorkenntnissen, der verwendeten Software, den vorhandenen Daten und den gewünschten Ergebnissen. Wir schlagen anschließend einen geeigneten Trainingsumfang und Ablauf vor.





