Schulung & Training
Drohnentraining
Ein sicherer und strukturierter Drohneneinsatz erfordert neben den vorgeschriebenen Kenntnissen auch praktische Erfahrung mit dem jeweiligen Fluggerät. Das Drohnentraining der Drohnenscan Huber OG wird auf den Kenntnisstand, das eingesetzte Drohnensystem und die geplanten Anwendungen abgestimmt. Im Mittelpunkt stehen nachvollziehbare Abläufe, praktische Übungen und der verantwortungsvolle Umgang mit Drohne, Sensorik und Flugdaten.
Drohnentraining anfragenAusgangslage und Einsatzbereich
Theoretische Kenntnisse allein reichen nicht immer aus, um ein Drohnensystem unter realen Einsatzbedingungen sicher und strukturiert zu bedienen.
Das Praxistraining richtet sich unter anderem an:
- Einsteigerinnen und Einsteiger mit wenig Flugerfahrung
- Personen mit A1/A3- oder A2-Nachweis
- Unternehmen mit eigenen Drohnensystemen
- neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Drohnenteams
- Anwender, die auf ein anderes Drohnenmodell wechseln
- Pilotinnen und Piloten, die bestimmte Arbeitsabläufe üben möchten
- Betriebe, die einheitliche Flug- und Sicherheitsabläufe einführen möchten
Vor dem Training werden vorhandene Kenntnisse, verwendete Drohnen, geplante Einsatzbereiche und gewünschte Übungen abgestimmt.
Voraussetzungen und Vorbereitung
Für praktische Flüge müssen die für das jeweilige Drohnensystem und Fluggebiet geltenden Voraussetzungen erfüllt sein.
Vor Beginn klären wir insbesondere:
- Drohnenmodell und vorhandene Sensoren
- technischer Zustand und Wartungsstatus
- vorhandene Kompetenznachweise
- Registrierung des Drohnenbetreibers
- erforderlicher Versicherungsschutz
- vorgesehener Trainingsort
- geografische Flugbeschränkungen
- mögliche Bewilligungen oder Zustimmungen
- Kenntnisstand der Teilnehmenden
- gewünschte Trainingsinhalte
- Wetter- und Bodenbedingungen
Wird eine kundeneigene Drohne verwendet, bleibt der Betreiber für deren ordnungsgemäßen Zustand, Registrierung und Versicherung verantwortlich. Die Verwendung einer von Drohnenscan bereitgestellten Drohne muss vorab vereinbart werden.
Inhalte des Drohnentrainings
Je nach Kenntnisstand und vereinbartem Trainingsumfang können folgende Inhalte behandelt werden:
- Aufbau und Funktionsweise des verwendeten Drohnensystems
- Kontrolle von Drohne, Fernsteuerung und Akkus
- Vorbereitung und Dokumentation eines Fluges
- Beurteilung des Fluggebiets
- Start- und Landevorgänge
- grundlegende Flugmanöver
- kontrolliertes Positionieren und Ausrichten
- Flugmodi und Assistenzfunktionen
- Rückkehrfunktion und Festlegung geeigneter Rückkehrhöhen
- Beurteilung von GNSS-, Kompass- und Verbindungssignalen
- Akku- und Reichweitenmanagement
- Sicherheitsabstände und Luftraumbeobachtung
- Verwendung betrieblicher Checklisten
- Verhalten bei Warnmeldungen und Flugabbrüchen
- strukturierte Missionsplanung
- Grundlagen der Sensor- und Datenerfassung
Die Auswahl der Übungen richtet sich nach den vereinbarten Lernzielen, der verwendeten Drohne und den Bedingungen am Trainingsort.
Umsetzung in der Praxis
Zu Beginn werden Drohnensystem, Fluggebiet und Sicherheitsabläufe gemeinsam besprochen. Anschließend werden die vorgesehenen Übungen schrittweise durchgeführt.
Das Training kann beispielsweise folgende Elemente enthalten:
- Einweisung in Drohne und Fernsteuerung
- Vorflugkontrolle und Startvorbereitung
- grundlegende Steuer- und Positionierungsübungen
- Start- und Landeübungen
- Durchführung einer einfachen geplanten Mission
- Besprechung von Warnmeldungen und Abbruchkriterien
- Nachflugkontrolle und Datensicherung
- gemeinsame Auswertung des Trainings
Notfall- und Störungssituationen werden nur in einer Form geübt, bei der keine unvertretbaren Risiken entstehen. Technische Ausfälle werden nicht absichtlich herbeigeführt. Je nach Situation können Notfallabläufe theoretisch, mittels Checklisten, im Simulator oder durch kontrollierte Funktionsübungen behandelt werden.
Flüge bei Wind oder anderen anspruchsvolleren Bedingungen finden ausschließlich innerhalb der zulässigen und sicher vertretbaren Grenzen statt. Ein Training dient nicht dazu, Herstellergrenzen oder gesetzliche Betriebsbedingungen auszureizen.
Anwendungsbezogene Übungen
Auf Wunsch kann das Training um ausgewählte Einsatzszenarien ergänzt werden, beispielsweise:
- standardisierte Foto- und Videoaufnahmen
- Vorbereitung eines Vermessungsfluges
- strukturierte Gebäudedokumentation
- Inspektionsflüge aus sicherem Abstand
- Grundlagen multispektraler Datenerfassung
- Planung wiederholbarer Flugmissionen
- Verwendung von RTK- oder Referenzdaten
- sichere Organisation eines betrieblichen Drohneneinsatzes
Ob eine konkrete Projektaufgabe praktisch durchgeführt werden kann, hängt von Drohnensystem, Trainingsort, Wetter, Fluggebiet, Qualifikation und erforderlichen Genehmigungen ab.
Bezug zum A2-Praxisselbsttraining
Das Training kann auf Wunsch Inhalte aufgreifen, die für das praktische Selbsttraining im Rahmen des Fernpilotenzeugnisses A2 relevant sind.
Die erforderliche Erklärung über die Durchführung des praktischen Selbsttrainings wird jedoch vom Fernpiloten eigenverantwortlich abgegeben. Das Training bei Drohnenscan stellt für sich allein keine amtliche A2-Prüfung oder behördliche Bestätigung dar.
Ergebnisse und Dokumentation
Je nach vereinbartem Umfang können folgende Unterlagen bereitgestellt werden:
- abgestimmter Trainingsplan
- Vorflug- und Nachflugcheckliste
- Übungsübersicht
- Hinweise zu festgestellten Unsicherheiten
- Empfehlungen für weitere Übungen
- Dokumentation der behandelten Inhalte
- Teilnahmebestätigung
Eine Teilnahmebestätigung dokumentiert ausschließlich die Teilnahme und die behandelten Inhalte. Sie ist kein amtlicher Kompetenznachweis, kein Fernpilotenzeugnis und keine behördliche Flugberechtigung.
Fachlicher und rechtlicher Hinweis
Das Drohnentraining ersetzt keine vorgeschriebene theoretische Ausbildung, Prüfung, Betreiberregistrierung, Versicherung, Genehmigung oder sonstige behördliche Voraussetzung.
Auch nach Abschluss des Trainings ist vor jedem Flug zu prüfen, ob der geplante Einsatz unter den konkreten Bedingungen zulässig ist. Dazu gehören insbesondere Betriebskategorie, Drohnenklasse, Fluggebiet, geografische Zonen, Luftraum, Sicherheitsabstände und mögliche Bewilligungen.
Der Trainingserfolg hängt unter anderem von Vorkenntnissen, Trainingsdauer, technischer Ausstattung, Wetterbedingungen und eigener Übung ab. Eine bestimmte Flugfertigkeit, Fehlerfreiheit oder unfallfreie Durchführung zukünftiger Einsätze kann nicht garantiert werden.
Ihre Vorteile
Ihre Vorteile auf einen Blick
- Training mit einem konkret vereinbarten Drohnensystem
- Anpassung an Kenntnisstand und geplanten Einsatz
- strukturierte Vorflug- und Nachflugabläufe
- praktische Übungen unter kontrollierten Bedingungen
- Einbindung betrieblicher Checklisten
- Besprechung von Warn- und Abbruchsituationen
- Übungen für Einzelpersonen oder Teams
- nachvollziehbare Dokumentation der Trainingsinhalte
- Empfehlungen für den weiteren Übungsbedarf
Nächster Schritt
Drohnentraining anfragen
Senden Sie uns Informationen zu Ihrem Drohnenmodell, den vorhandenen Kompetenznachweisen, Ihrer bisherigen Flugerfahrung und den gewünschten Übungen. Wir prüfen anschließend, welcher Trainingsumfang, welcher Ort und welche Voraussetzungen für das Praxistraining geeignet sind.





