Agrar · Drohnenscan
Lager-Erkennung
Drohnenaufnahmen ermöglichen eine georeferenzierte Kartierung sichtbar gelagerter Bestandsbereiche. Abhängig von Kultur, Entwicklungsstadium und Datenqualität können Ausdehnung und räumliche Verteilung dokumentiert und für weitere Kontrollen oder fachliche Bewertungen aufbereitet werden.
Projekt anfragen
KI-generiert Ausgangslage und Einsatzbereich
Starkregen, Wind, Hagel oder andere Einwirkungen können dazu führen, dass sich Pflanzenbestände neigen oder vollständig am Boden liegen. Innerhalb eines Feldes können diese Bereiche ungleichmäßig verteilt und vom Boden aus nur schwer vollständig zu überblicken sein.
Hochauflösende Drohnenaufnahmen ermöglichen eine flächendeckende Ansicht des Bestandes. Sichtbar gelagerte Bereiche können räumlich abgegrenzt und ihre Fläche innerhalb des vereinbarten Untersuchungsgebiets berechnet werden.
Ob eine zuverlässige Abgrenzung möglich ist, hängt unter anderem von Kultur, Entwicklungsstadium, Bestandsdichte, Ausprägung des Lagers, Beleuchtung und Aufnahmeauflösung ab. Die Ursache des Lagers lässt sich aus dem Luftbild allein in der Regel nicht eindeutig bestimmen.
Technologie und Vorgehensweise
Die Fläche wird mit einer hochauflösenden RGB-Kamera und – abhängig von der Aufgabenstellung – mit Multispektralsensoren oder höhenbezogenen Daten erfasst.
Aus den Aufnahmen wird eine georeferenzierte Bildgrundlage erstellt. Stehende und sichtbar gelagerte Bereiche werden anhand vereinbarter visueller oder struktureller Merkmale unterschieden. Je nach Projekt erfolgt die Abgrenzung manuell, softwaregestützt oder durch ein projektspezifisches Klassifikationsverfahren.
Referenzbereiche oder Kontrollpunkte im Feld können verwendet werden, um die Auswertung zu überprüfen. Nicht eindeutig erkennbare Übergangsbereiche werden gesondert gekennzeichnet oder von der Flächenberechnung ausgeschlossen.
Die erreichbare Erkennungsqualität ist projektspezifisch und wird nicht allein durch die Verwendung einer bestimmten Kamera oder Drohne garantiert.
Präzise Umsetzung in der Praxis
Vor der Befliegung werden Feldgrenze, Kultur, Entwicklungsstadium, Zeitpunkt des vermuteten Schadensereignisses und gewünschter Verwendungszweck der Daten festgelegt.
Die Aufnahme sollte möglichst zeitnah nach dem Ereignis und vor Ernte, Befahrung oder anderen Veränderungen des Bestandes erfolgen. Dadurch lässt sich der bei der Befliegung sichtbare Zustand nachvollziehbar dokumentieren.
Nach der Aufnahme werden die betroffenen Bereiche abgegrenzt und ihre Fläche berechnet. Dabei ist zwischen sichtbar gelagerter Fläche, Anzahl betroffener Pflanzen und einem möglichen Ertrags- oder Qualitätsverlust zu unterscheiden. Aus der kartierten Fläche kann nicht automatisch auf die tatsächliche Schadenshöhe geschlossen werden.
Fachlicher Hinweis:
Die Auswertung dokumentiert den zum Aufnahmezeitpunkt sichtbaren Zustand des Bestandes. Sie stellt kein Sachverständigengutachten, keine verbindliche Schadensbewertung und keinen Nachweis einer bestimmten Schadensursache dar. Aussagen zu Ertragsverlust, Entschädigung oder Versicherungsleistung erfordern eine gesonderte fachliche beziehungsweise gutachterliche Bewertung. Soll die Dokumentation gegenüber einer Versicherung oder Vertragspartei verwendet werden, müssen deren Anforderungen vor der Befliegung abgestimmt werden.
Daten, Ergebnisse und Dokumentation
Je nach Auftrag können folgende Ergebnisse bereitgestellt werden:
- georeferenziertes Orthofoto
- Karte der sichtbar gelagerten Bereiche
- Flächenangaben in Quadratmetern oder Hektar
- Polygone für die Weiterverarbeitung in GIS-Systemen
- Übersichtskarten und markierte Detailbilder
- tabellarische Zusammenfassung der ausgewerteten Bereiche
- projektbezogener Kurzbericht zur Aufnahme und Auswertung
Die Dokumentation kann Angaben zu Aufnahmezeitpunkt, Sensor, Bodenauflösung, untersuchter Fläche, Klassifikationsmethode und verwendeten Referenzdaten enthalten.
Bei wiederholten Befliegungen können Veränderungen gegenüber einem früheren Aufnahmezeitpunkt dargestellt werden. Solche Vergleiche setzen ausreichend vergleichbare Aufnahme- und Auswertungsbedingungen voraus.
Ihre Vorteile
Ihre Vorteile auf einen Blick
- Übersicht über die vereinbarte Untersuchungsfläche
- Georeferenzierte Abgrenzung sichtbar gelagerter Bereiche
- Flächenberechnung auf Basis der Auswertung
- Kartografische und bildliche Dokumentation
- Ausgabe als Karte, Tabelle oder GIS-Datensatz
- Optionale Überprüfung anhand von Referenzbereichen im Feld
- Dokumentation der verwendeten Auswertungsmethode
- Wiederholungsaufnahmen für zeitliche Vergleiche möglich
Nächster Schritt
Lagerflächen dokumentieren lassen
Übermitteln Sie uns Feldgrenze, Kultur, Entwicklungsstadium, Zeitpunkt des Ereignisses und den vorgesehenen Verwendungszweck. Wir prüfen, welche Aufnahme- und Auswertungsmethode für das Projekt geeignet ist. Soll die Dokumentation für eine Versicherung, Begutachtung oder vertragliche Auseinandersetzung verwendet werden, teilen Sie uns die dafür geltenden Anforderungen bitte vor der Befliegung mit.





