Agrar · Drohnensaat
Streuapplikationen
Mit entsprechend ausgerüsteten Agrardrohnen können geeignete Saatgüter, Granulate und andere streufähige Materialien auf zuvor definierten Flächen verteilt werden. Drohnenscan Huber OG prüft das Material und den vorgesehenen Verwendungszweck, plant die Flugroute und führt die Ausbringung durch, sofern alle technischen, produktbezogenen und rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind.
Streuprojekt anfragen
Mögliche Anwendungen
Streuapplikationen mit Drohnen können insbesondere für schwer befahrbare Flächen, Hanglagen, stehende Bestände, kleine Parzellen und zeitkritische Anwendungen interessant sein.
Je nach Material und rechtlicher Einordnung kommen unter anderem folgende Anwendungen infrage:
- Zwischenfrucht- und Untersaaten
- Grünlandnachsaaten
- geeignetes Saatgut für land- und forstwirtschaftliche Flächen
- geeignete Düngeprodukte und Pflanzenhilfsmittel
- Trichogramma-Kugeln und vergleichbare Nützlingsanwendungen
- zugelassene Pflanzenschutzmittel in Granulatform
- Versuchs- und Forschungsanwendungen
- sonstige technisch und rechtlich geeignete Granulate
Nicht jedes Produkt ist für eine Ausbringung mit der Drohne geeignet oder zugelassen. Deshalb wird jede Anwendung vorab geprüft.
Die Produktklasse entscheidet
Saatgut
Bei Saatgut werden insbesondere Korngröße, Kornform, Schüttdichte, Fließverhalten, erforderliche Saatstärke und mögliche Entmischung berücksichtigt.
Behandeltes oder gebeiztes Saatgut muss vor der Planung ausdrücklich angegeben werden. Kennzeichnung und Produktinformationen sind bereitzustellen.
Die Drohne verteilt das Saatgut auf der Fläche, garantiert jedoch keinen bestimmten Feldaufgang. Keimung und Bestandsentwicklung hängen unter anderem von Saatgutqualität, Bodenkontakt, Feuchtigkeit, Niederschlag und Witterung ab.
Düngeprodukte und Pflanzenhilfsmittel
Düngeprodukte, Bodenhilfsstoffe und Pflanzenhilfsmittel werden nur eingesetzt, wenn sie für den vorgesehenen Verwendungszweck verkehrsfähig und geeignet sind.
Die Ausbringung muss den Angaben des Herstellers sowie den geltenden düngungs-, wasser- und gegebenenfalls landesrechtlichen Vorschriften entsprechen. Eine allgemeine Eignung sämtlicher organischer oder biologischer Produkte für die Drohnenausbringung besteht nicht.
Pflanzenschutzmittel
Auch biologische Pflanzenschutzmittel unterliegen dem Pflanzenschutzmittelrecht. Eine Ausbringung mit der Drohne erfolgt ausschließlich, wenn das konkrete Mittel und die vorgesehene Anwendung dafür zugelassen sind und sämtliche behördlichen, fachlichen und luftfahrtrechtlichen Voraussetzungen erfüllt werden.
Die Bezeichnungen „biologisch“ oder „für den biologischen Landbau geeignet“ ersetzen keine Produktzulassung und keine erforderliche behördliche Bewilligung.
Nützlinge und Spezialgranulate
Bei Trichogramma-Kugeln, Nützlingsprodukten und anderen Spezialanwendungen werden Produktstatus, Einsatzbereich, Lagerungsbedingungen und Ausbringungsvorgaben vorab geprüft.
Technologie und Streuverhalten
Die Einsatzfläche wird digital abgegrenzt und in eine geplante Flugroute überführt. GPS- beziehungsweise RTK-gestützte Navigation unterstützt die Einhaltung der vorgesehenen Flugbahnen und Flächengrenzen.
Das Material wird mit einem für den Einsatz geeigneten Streusystem ausgebracht. Vor dem Einsatz werden unter anderem folgende Parameter festgelegt:
- Material und Produktklasse
- gewünschte beziehungsweise vorgeschriebene Ausbringungsmenge
- Streubreite
- Flughöhe und Fluggeschwindigkeit
- Flugbahnabstand
- Einstellung des Streusystems
- Sicherheits- und Ausschlussbereiche
- geeignete Wetter- und Windbedingungen
Die Positionsgenauigkeit der Drohne ist nicht mit einer punktgenauen Ablage einzelner Körner oder Granulate gleichzusetzen.
Die tatsächliche Verteilung hängt zusätzlich ab von:
- Korngröße und Kornform
- Gewicht und Schüttdichte
- Fließverhalten
- Feuchtigkeitsaufnahme und Klumpenbildung
- Streuersystem und Drehzahl
- Flughöhe und Geschwindigkeit
- Wind und Turbulenzen
- Füllstand und Nachfüllvorgängen
Deshalb muss die Streueinrichtung für das jeweilige Material eingestellt und bei Bedarf mit einer definierten Menge kontrolliert beziehungsweise kalibriert werden.
KI-generiert Umsetzung in der Praxis
1. Materialprüfung
Vor der Planung benötigen wir Produktname, Hersteller, Verwendungszweck, vorgesehene Aufwandmenge und Informationen zu Zusammensetzung und Materialeigenschaften.
Produktetikett, Gebrauchsanweisung und – sofern vorhanden – Sicherheitsdatenblatt sind bereitzustellen.
2. Rechtliche Einordnung
Anschließend wird geprüft, ob es sich um Saatgut, ein Düngeprodukt, ein Pflanzenschutzmittel, einen Nützling oder eine andere Produktgruppe handelt und welche Anforderungen daraus entstehen.
3. Prüfung der Streufähigkeit
Korngröße, Schüttdichte, Fließverhalten und erforderliche Ausbringungsmenge werden mit dem verfügbaren Streusystem abgeglichen.
Unbekannte, stark staubende, verklumpende, korrosive oder technisch ungeeignete Materialien können von der Ausbringung ausgeschlossen werden.
4. Flug- und Einsatzplanung
Nach positiver Prüfung werden Fläche, Flugroute, Streueinstellungen, Sicherheitsbereiche und Abbruchkriterien festgelegt.
Da bei der Streuapplikation Material aus der Drohne abgegeben wird, muss der Einsatz durch eine passende luftfahrtrechtliche Betriebsgrundlage abgedeckt sein.
5. Ausbringung
Die Anwendung erfolgt entlang der geplanten Flugbahnen und mit den festgelegten Einstellungen. Bei Produkt- oder Materialwechseln können Reinigung, Neukalibrierung oder ein Wechsel von Komponenten erforderlich sein.
6. Dokumentation
Die verfügbaren Einsatz-, Flug- und Mengendaten werden erfasst und dem jeweiligen Projekt zugeordnet.
Daten und Ergebnisse
Je nach vereinbartem Leistungsumfang können folgende Informationen bereitgestellt werden:
- digitale Abgrenzung der Einsatzfläche
- geplanter und dokumentierter Flugbereich
- Flugroute
- verwendetes Produkt beziehungsweise Material
- Hersteller und Produktcharge, sofern vorhanden
- geplante Ausbringungsmenge
- geladene und dokumentierte Restmenge
- daraus abgeleitete verwendete Gesamtmenge
- Datum und Zeitraum der Ausbringung
- dokumentierte Wetterbedingungen
- verwendetes Drohnen- und Streusystem
- relevante Bewilligungen und Produktunterlagen
- optional ein strukturierter Einsatzbericht
Die Einsatzdaten dokumentieren die Durchführung. Sie sind für sich allein kein Nachweis einer vollständig homogenen Verteilung, einer bestimmten biologischen Wirkung oder eines bestimmten Pflanzenbestandes.
Ihre Vorteile
Mögliche Vorteile
- keine Befahrung der behandelten Fläche während der Ausbringung,
- Bearbeitung geeigneter schwer zugänglicher Flächen,
- digital geplante Flugrouten,
- teilflächenbezogene Bearbeitung definierter Bereiche,
- dokumentierbare Materialmengen und Einsatzflächen,
- flexible Bearbeitung kleiner oder unregelmäßiger Parzellen,
- Einsatz in geeigneten stehenden Beständen.
Nächster Schritt
Streuprojekt prüfen lassen
Senden Sie uns Informationen zum Material, zur vorgesehenen Anwendung, zur Ausbringungsmenge und zur Fläche. Drohnenscan Huber OG prüft anschließend die technische Eignung und die rechtlichen Voraussetzungen.





